24.07.20 – 26.07.20 Wildpark-Camping Schwarze Berge (Rosengarten, Deutschland)

Der Campingplatz Wildpark-Camping Schwarze Berge liegt in Rosengarten direkt neben dem gleichnamigen Wildpark. Man erreicht den Wildpark Schwarze Berge, welcher auch der Betreiber des Campingplatzes ist, in wenigen Gehminuten.

Entfernung von zu Hause: 55 km
Webseite: https://wildpark-camping.de/
Weitere Besuche: keine


Aktuelle Situation

Am Abend unserer Rückkehr von diesem Trip, dem 26.07.2020, würden es 206.667 († 9.121) bestätigte Fälle vom Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland sein (Quelle: https://de.statista.com/).

Bei unserem letzten Trip nach Niedersachsen war die seit dem 22.06.2020 gültige Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus gültig.

Dieses Wochenende galt die Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 vom 10.07.2020 – immer mal wieder etwas Neues…

Für uns war nun der § 9 Absatz 1 interessant, wobei sich nicht viel Wesentliches geändert hatte:

Beherbergung von Personen

(1) ¹Die Betreiberin oder der Betreiber einer Beherbergungsstätte oder einer ähnlichen Einrichtung, ausgenommen einer in Absatz 2 genannten Einrichtung, oder eines Hotels hat ein Hygienekonzept nach § 3 zu erstellen. ²Die Gäste sind durch schriftliche oder bildliche Hinweise aufzufordern, auf der Betriebsfläche und deren Umgebung das Abstandsgebot nach § 1 Abs. 3 Sätze 1 und 2 einzuhalten. ³Bei der Darreichung von Speisen und Getränken gelten die Anforderungen des § 10 Abs. 1 und 2.

Für unseren geplanten Besuch im Wildpark Restaurant war der § 10 Absatz 1 und 2 heranzuziehen:

Restaurationsbetriebe

(1) ¹Restaurationsbetriebe im Sinne des Gaststättengewerbes nach § 1 Abs. 3 des Niedersächsischen Gaststättengesetzes, insbesondere Restaurants, Freiluftgastronomie, Bars, Imbisse und Cafés, allein oder in Verbindung mit anderen Einrichtungen, sowie Mensen und Kantinen dürfen betrieben werden, wenn die Betreiberin oder der Betreiber der Einrichtung Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzepts nach § 3 trifft. ²Die Betreiberin oder der Betreiber hat sicherzustellen, dass die jeweils dienstleistende Person während der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung nach § 2 Abs. 2 trägt und für den Gast die Möglichkeit der Händereinigung besteht. ³Die Betreiberin oder der Betreiber ist zur Datenerhebung und Dokumentation nach § 4 verpflichtet.

(2) Betreiberinnen und Betreiber von Restaurationsbetrieben, Mensen und Kantinen, die einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, sowie Imbisswagen mit Stehtischen haben die Einhaltung des Abstandsgebots nach § 1 Abs. 3 Sätze 1 und 2 sicherzustellen.

Die Mund-Nasen-Bedeckung, das Abstandsgebot und alle möglichen Hygienekonzepte begleiten uns nun schon seit Mai. Wir haben uns daran gewöhnt, allerdings ist schon viel Flexibilität gefragt, sich an jedem neuen Ort schnell auf die dort herrschenden Regeln einzustellen. Früher war ein Trip spontaner und freier. Wir hoffen, dass dies nicht die neue Normalität ist, sondern dass wir bald wieder zur alten Normalität zurückkehren dürfen.

24.07.2020

Wir starteten um 14:12 Uhr den Motor und verließen den Abstellplatz in Richtung Autobahn A1. Kurz vor unserer Abfahrt war eine Regenwolke über Ahrensburg gezogen. Nun aber schien die Sonne und ich trug eine Sonnenbrille. Doch dunkle Wolken waren am Horizont zu sehen.

Das TomTom versprach uns auf unserem Weg mindestens 28 Minuten Verzögerung aufgrund von Stau. Das Grauen begann dann bereits nach einer Viertelstunde um 14:30 Uhr bei der Abfahrt HH-Öjendorf und endete 45 Minuten später hinter dem Dreieck Hamburg-Süd. Erst nach dem Dreieck hatte wir wieder freie Fahrt.

Ankunft am Wildpark-Camping Schwarze Berge

Wir erreichten den Campingplatz Wildpark-Camping Schwarze Berge, nicht ohne dass sich kurz davor unser TomTom und die Umleitungsschilder einer Baustelle in die Haare kriegten, welcher Weg zu nehmen wäre. Wir glaubten den Schildern und kamen um 15:38 Uhr vor einer Absperrung zum Stehen. Unsere Entscheidung war richtig gewesen, es war die geschlossene Schranke des Campingplatzes.

Wir drückten, wie uns das Schild hieß, die Klingel und warteten auf eine Antwort.

Ein Mitarbeiter meldete sich und versprach, gleich zu kommen. Wenige Minuten später, der Wildpark befindet sich schließlich gleich um die Ecke, kam jemand mit einem Fahrrad einem PKW. Ich folgte ihm in die Rezeption, wo ich zunächst einen Corona-Fragebogen ausfüllte und dann den Stellplatz und zwei Tüten Gummibären bezahlte.

Die zwei Nächte mit später Abreise würden uns 46,60 EUR (2x 23,30 EUR Stellplatz inkl. Strom und Wasser) kosten. Ich bekam noch einen Flyer vom Campingplatz, einen Zettel mit Verhaltensregeln für Hunde, einen mit einer Meinungsumfrage, einen Flyer vom Wildpark, einen Coupon für 3 € Ermäßigung für den Wildpark, einen Aufkleber vom Wildpark, eine Übersicht mit Nahversorgern und einen Bestellzettel für Brötchen.

Die späte Abreise am Sonntag ging nur, weil Sommerferien waren. Außerhalb der Ferien ist der Campingplatz Wildpark-Camping Schwarze Berge von April bis Oktober nur montags bis samstags geöffnet.

Der Mitarbeiter öffnete uns die Schranke. Wir hatten freie Platzwahl, so entschieden wir uns für den Stellplatz 15 in der Nähe der Toiletten. Um 15:50 Uhr warfen wir den Anker.

Gleich hinter unserem Wohnmobil fand sich die Strom- und Wasserversorgung.

Ich holte die Gießkanne aus der Garage, ging zum Wasserhahn und versuchte die Bedienweise zu ergründen. Wo war bloß der Hahn? Nachdem ich das Prinzip durchschaut und den Hahn geöffnet hatte (ich Fuchs), kam nach kurzer Zeit das Wasser.

Nachdem der Tank kurze Zeit später wieder mit 100 Liter Wasser gefüllt war, nutzte ich die Ruhe auf dem Campingplatz für eine schnelle Vorstellungsrunde.

Vorstellung vom Wildpark-Camping Schwarze Berge

Im hinteren Gebäudeteil der Rezeption befindet sich das Waschhaus. Neben der Eingangstür, die mit einem Zahlencode gesichert ist, der sich auf der Rechnung findet, ist der Briefkasten für die morgendliche Brötchenbestellung und die Meinungsumfrage.

Betritt man das Waschhaus, befindet sich der Herrenbereich links und der Damenbereich rechts. Die Läufer wurden wohl versehentlich falsch hingelegt oder sollen der Verwirrung dienen. Gerade durch gibt es eine Waschmaschine und einen Trockner, hinten rechts befindet sich eine Küche.

Im Herrenbereich gibt es ein paar Waschbecken, Pissoirs, zwei Toiletten und Duschen.

Vor Verlassen des Gebäudes werfen wir noch schnell einen Blick in die Küche.

In einem Nebeneingang des Gebäudes findet sich die Möglichkeit, den Fäkalientank zu leeren. Außerhalb des Gebäudes befinden sich die Entsorgungsstation für das Grauwasser und die Abfallbehälter.

Bei gutem Wetter lädt eine Sitzgruppe zum Verweilen ein.

Zurück im Wohnmobil schrieb ich ein paar Zeilen für den Blog. Gegen Abend wärmten wir uns zwei Dosen Ravioli Tomatensauce mit fleischhaltiger Füllung auf, quasi das klassische Camperessen.

Beim Zünden der Gasflamme fiel uns auf, dass der Regler nach der Gasprüfung auf großer Flamme eingestellt geblieben war. Nicht wirklich schlimm wegen der Sicherheitsabschaltung, aber doch unnötig.

Langsam ging die Sonne unter und wir verschwanden ins Bett.

25.07.2020

Gegen 04:30 Uhr wurde ich wach und machte mich fertig. Der Himmel war zwar bewölkt, ich hatte aber trotzdem die leise Hoffnung, dass ich ein schönes Foto vom Sonnenaufgang machen könnte.

Die Hoffnung sollte sich leider nicht erfüllen. Es gab keinen Morgennebel und auch keine Sonne, so musste ich mit der Morgenröte vorlieb nehmen.

Auf dem Weg zu dem vorherigen Bild (Wiese) stolperte ich über ein Kunstwerk am Wegesrand. Es ist Landart und stammt von Elke Nack-Karstens und Bernd Nack.

Zurück im Wohnmobil nutzte ich den leeren Campingplatz und machte noch schnell ein 360-Grad-Foto.

360-Grad-Foto

Nachdem das erledigt war, entwickelte ich die Fotos. Gegen 07:00 Uhr machte sich auch Caroline fertig, da es heute in den benachbarten Wildpark Schwarze Berge gehen sollte und wir vor dem zu erwartenden Besucheransturm die Ruhe genießen wollten.

Besuch im Wildpark Schwarze Berge

Mein erster (dokumentierter) Besuch dort war im Juni 1980, also vor gut 40 Jahren. Auf dem Foto bin ich (3,5 Jahre alt) zusammen mit meiner Schwester Barbara (2 Jahre alt) und zwei Hängebauchschweinen zu sehen. Wer wer ist, lasse ich mal offen.

22 Jahre und ca. 2-3 Hängebauchschwein-Generationen später, entstand das folgende Foto mit Barbara. In dieser Zeit sind wir immer in der Vorweihnachtszeit gemeinsam mit Freunden in den Park gefahren.

Es ging immer erst zur Kunsthandwerkerhalle, wo es Glühwein und eine Kleinigkeit zu Essen gab, dann ging es durch das Freigehege zum Elbblickturm bei der Köhlerhütte, wo es ebenfalls Glühwein gab. Anschließend ging es mit der, spätestens zu diesem Zeitpunkt, lustigen Runde zum Wildpark-Restaurant, wo dann feudal gespeist wurde.

Caroline und ich hatten den Park in den letzten Jahren schon mehrfach besucht und sind dabei auch auf den Campingplatz Wildpark-Camping Schwarze Berge aufmerksam geworden, der sich direkt nebenan befindet.

Jetzt war es 7:45 Uhr und wir hatten die bislang kürzeste Anreise. Um diese Uhrzeit herrschte auf dem Parkplatz gähnende Leere.

Auch der Eingangsbereich war menschenleer, alles schien noch zu schlafen, nicht einmal der Wasserfall lief. Wir bezahlten 19,- EUR Eintritt (2x 11,- EUR abzüglich 3,- EUR Coupon) und betraten den Park.

Eigentlich wollten wir uns beim Imbiss am Eingang jeweils eine Brezel und ein Käffchen besorgen. Das Schild an der Tür versprach Frühstück ab 08:00 Uhr. Allerdings schien das Personal nichts davon zu wissen, sondern teilte uns stattdessen mit, dass frühestens in einer halben Stunde geöffnet würde. Schlecht für uns, so ging es erstmal ohne Frühstück hungrig weiter.

Zunächst störten wir die Zwergotter bei ihrer Morgenpflege, was zumindest einer von beiden mit einem bösen Blick quittierte.

Bei den Hängebauchschweinen stießen wir das erste Mal auf das in dem Park geltende coronabedingte Einbahnstraßenprinzip, was uns auch daran hindern würde, noch einmal zurück zum Imbiss zu gehen. Heute gab es nur eine Richtung: Hungrig weiter vorwärts.

Wir wären zwar lieber erst zu den Wölfen gegangen, durch die neue Wegführung standen wir nun aber erstmal vor den Steinböcken.

Ganz in der Nähe hatte auch der Silberfuchs sein Zuhause. Auch er schien ein wenig genervt von unserer Anwesenheit.

Ein Stückchen weiter lugte der Fischotter aus seinem Bau und schien ganz aufgeregt ob unseres Besuches.

Sein Nachbar von gegenüber, der Europäische Luchs, war da deutlich entspannter.

Und die Wildscheine nahmen gar keine Kenntnis von unserer Anwesenheit.

Wir folgten weiter dem Weg. Da stand er vor uns, der neue Elbblickturm aus Stahl und Holz. Er hat eine Höhe von 45 Metern und 288 Stufen, wobei ich nur 287 gezählt habe, und steht hier seit 2017. Davor gab es an gleicher Stelle einen Elbblickturm aus Holz, der 30 Meter maß.

Schon den alten Turm hatte ich regelmäßig bei Besuchen des Wildparks bestiegen. Die Aussicht lohnt sich auf jeden Fall!

Am Fuße des Turms gibt es ebenfalls einen Imbiss. Allerdings bekamen wir auch hier nichts zu Essen oder gar zu Trinken, da er erst um 10:00 Uhr öffnet. So machten wir uns auf in das Freigehege, in dem das Damwild lebt…

und die Braunbären. Wobei die Braunbären nicht frei herumlaufen, was bestimmt auch recht unterhaltsam wäre, sondern in einem Gehege untergebracht sind. Der Bär auf dem letzten Foto sieht so aus, als hätten wir ihn bei irgendetwas ertappt.

Wir ließen den Bären alleine mit dem, was immer er auch gerade getan hatte und gingen weiter zur tiefsten Stelle des Freigeheges, wo sich auch ein kleines Gewässer befindet.

Wenige Minuten später waren wir dabei, uns wieder den Weg nach oben zu kämpfen. Dort findet auch regelmäßig die Flugschau statt.

Wir verließen das Freigehege, und das Einbahnstraßenprinzip führte uns vorbei an den Wölfen in Richtung Ausgang. Wölfe hatten wir heute leider keine gesehen, vermutlich waren sie von den anderen Tieren von unserer Anwesenheit gewarnt worden und hatten sich versteckt.

Das letzte Stück des Weges führte durch das Vogelgehege weiter zum Ausgang.

Frühstück im Wildpark-Restaurant

Wir verließen jedoch den Wildpark nicht, sondern betraten die Terrasse des Wildpark Restaurants, um zu frühstücken. Caroline wählte den Klassiker am Morgen (2 Brötchen, Wurst und Käseaufschnitt, Butter), dazu einen Milchkaffee. Ich entschied mich, ganz stilecht, für das Camper-Frühstück (2 Brötchen, 3 Spiegeleier mit Bacon, Wurst und Käseaufschnitt, Fleischsalat, Marmelade, Butter), dazu einen Obstsalat, eine heiße Schokolade und ein großes Radler Alsterwasser.

Während wir gegessen hatten, war der Park deutlich voller geworden. Wir bezahlten und verließen Restaurant und Park gegen 11:00 Uhr. Der Parkplatz Nummer 1 war nun fast voll. Kurze Zeit später sollte der Parkplatz 2 direkt daneben geöffnet werden. Parkplatz 3, welcher auch den Campingplatz beheimatete, blieb heute geschlossen.

Zurück im Wohnmobil entwickelte ich die Fotos, dann hielten wir ein Mittagsschläfchen. Der weitere Tag verlief entspannt.

Abendessen im Wildpark-Restaurant

Gegen 16:40 Uhr machten wir uns noch einmal auf den Weg zum Wildpark Restaurant, um dort zu Abend zu essen. Wir hatten Glück und bekamen einen Platz auf der Terrasse.

Eingeläutet wurde der Abend mit einem Aperitif, einem Maracuja-Cocktail. Es folgten auf Carolines Teller Schweineschnitzel Wiener Art, mit Zitrone, gemischtem Salat, Pommes frites, dazu eine Sinalco Cola und auf meinem 3 Matjesfilets nach Art der Hausfrauen, mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgurken in Sahnesauce, mit Bratkartoffeln, dazu ein großes Radler Alsterwasser und eine Fassbrause Johannisbeere.

Während des Essens fiel mein Blick in Richtung Zwergottergehege, wo eine Fotogruppe die armen Tiere mit ihren Teleobjektiven in Schach hielt.

Nach dem Essen bezahlten wir und machten uns auf den Weg zurück zum Campingplatz Wildpark-Camping Schwarze Berge und unserem Wohnmobil.

Es wurde draußen ein wenig dunkler und ein paar kurze Regenschauer zogen über uns unser Wohnmobil hinweg. Bald legten wir uns schlafen und ließen den Tag Tag sein.

26.07.2020

Unser Schlaf wurde vom Prasseln des Regens begleitet. Gegen 08:00 Uhr stand ich auf und machte mich fertig.

Ich machte mir einen Kaffee und sah mir einen Film auf Amazon Prime an, während der Regen weiter gegen das Fenster prasselte und Caroline friedlich schlummerte.

Zwei Stunden oder ein Film später stand auch Caroline auf und es gab Frühstück.

Abreise vom Wildpark-Camping Schwarze Berge

Der weitere Tag verlief entspannt. Regelmäßig zogen Regenwolken vorbei und sorgten für eine Abkühlung. Gegen 15:30 Uhr fuhren wir zur Entsorgungsstation, wo wir den Grauwasser- und den Fäkalientank leerten.

Um 15:35 Uhr verließen wir den Campingplatz Wildpark-Camping Schwarze Berge. Unser TomTom leitete uns diesmal um das Dreieck Hamburg-Süd herum, da der Verkehr sich dort schon wieder staute. So standen wir diesmal nicht im Stau, sondern erreichten 48 Minuten später um 16:23 Uhr unseren Abstellplatz.

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