07.08.20 – 09.08.20 Camping-Park Lüneburger Heide (Schneverdingen, Deutschland)

Der Camping-Park Lüneburger Heide liegt in Schneverdingen im Ortsteil Heber in der Lüneburger Heide. Das bekannte Heide Park Ressort befindet sich nur 7 Kilometer entfernt.

Entfernung von zu Hause: 94 km
Webseite: https://www.camping-lh.de/
Weitere Besuche: keine


Aktuelle Situation

Am Abend unserer Rückkehr von diesem Trip, dem 09.08.2020, würden es 217.288 († 9.202) bestätigte Fälle vom Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland sein (Quelle: https://de.statista.com/).

Bei unserem letzten Trip nach Niedersachsen war die seit dem 10.07.2020 gültige Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 vom 10.07.2020 gültig.

Dieses Wochenende galt sie noch immer, allerdings in der durch die VO vom 31. Juli 2020 geänderten Fassung. – Was wohl geändert wurde?

Nach kurzer Prüfung: Kein für uns relevanter Parapraph.

07.08.2020

Wir fuhren um 14:09 Uhr bei 31,2 °C (!) und Sonnenschein vom Abstellplatz Richtung Autobahn A1. Wie schon auf unserem Trip zum Wildpark Camping Schwarze Berge, warnte uns unser TomTom vor einem Stau zwischen der Abfahrt HH-Öjendorf und dem Dreieck Hamburg-Süd.

Und natürlich schlug es wieder einmal eine Ausweichroute vor. Und natürlich waren wir so dumm, uns dieses Mal darauf einzulassen. Das sollte sich bitter rächen.

Um eine Lanze für unser TomTom zu brechen: Die Strecke war tatsächlich 13 Minuten kürzer. Allerdings machte es nicht wirklich Spaß, sich mit einem Wohnmobil in der Rush Hour durch Hamburg zu quälen. So war unser Stresslevel entsprechend hoch.

Nachdem wir gegen 14:57 Uhr das Dreieck Hamburg-Süd hinter uns gelassen hatten, kamen wir wieder gut voran. Dies konnte man von der Gegenfahrbahn nicht sagen, dort war ein kilometerlanger Stau. Wir sind gespannt, ob uns auf der Rückfahrt am Sonntag das gleiche Schicksal ereilt, wenn wir auf der Rückreisewelle gen Norden reiten.

Ankunft am Camping-Park Lüneburger Heide

Nach der Abfahrt von der Autobahn mussten wir die folgenden drei Kreisverkehre an der jeweils dritten von vier Ausfahrten verlassen. Wir waren gespannt, ob es einen vierten Kreisverkehr mit der gleichen Fahrtrichtung geben würde… Gab es nicht und so erreichten wir um 15:44 Uhr den Camping-Park Lüneburger Heide und stoppten auf dem noch leeren Check-In-Parkplatz.

Ich machte mich auf den Weg zur Rezeption, um uns anzumelden.

Ich musste zunächst draußen warten, da aufgrund der Corona-Krise nur eine Person zur Zeit den Raum betreten durfte. Als ich dann dran war, was ich nur durch wiederholtes Tür öffnen und Nachfragen herausbekam (man konnte von draußen nichts sehen, da die Scheiben spiegelten und die Rezeption zwei Eingänge hatte…), bekam ich eine Informationsbroschüre über den Camping-Park, eine Karte für das Restaurant und, da ich auch gleich auscheckte, eine Rechnung.

Die zwei Nächte mit Abreise bis 12:00 Uhr würden uns 72,00 EUR (2x 16,00 EUR Stellplatz + 4x 10,00 EUR Person) kosten. Wir hatten den Stellplatz Premium mit der Nr. 90. Diese Kategorie ist 110 – 140 m² groß, hat einen Trink-, Abwasser- und Stromanschluß (16 A) und Vorzeltplatten. Der Stromverbrauch würde mit 0,60 € je kw/h berechnet werden, weshalb wir auf den Strom verzichteten und daher auch gleich wieder auschecken konnten.

Knapp 10 Minuten später war alles geregelt und ich ging zurück zum Wohnmobil, startete den Motor und fuhr, während Caroline, mit der Karte aus der Broschüre in der Hand, navigierte.

Um 15:56 Uhr warfen wir den Anker.

Bevor der angenehme Teil des Tages beginnen konnte, bunkerten wir noch etwas Wasser.

Das Wasser lief. Irgendwann war der Tank voll. Die Anzeige für den Frischwassertank im Wohnmobil wies uns dezent darauf hin, das aus dem Frischwassereinfüllstutzen laufende Wasser zeigte es uns und das aus dem Küchenblock im Eingangsbereich fließende Wasser schrie es uns entgegen.

Merke: Niemals zu viel Wasser in den Tank füllen. Ganz besonders nicht, wenn das Wohnmobil schief steht und die Wartungsöffnungen nicht hundertprozentig verschlossen sind.

Bei uns war offenbar beides der Fall. Dank eines Mikrofasertuches und der Sonne war das Malheur aber schnell beseitigt.

Ebenso schnell waren Tisch und Stühle aus der Garage geholt und die Kochplatte angeheizt. Kurze Zeit später bräunten wir uns in der Sonne im Schatten und die erste Hälfte der Würstchen aus dem Hareico Party Mix (Schinkenkrakauer, Schinkenwürstchen, Grillbratwurst und Rostbratwürst’l) in der Pfanne. Dazu gab es Homann Klassischer Kartoffelsalat mit Gurke und Zwiebeln von uns verfeinert mit Schinken- und Eierwürfeln.

Der restliche Abend verlief entspannt. Gegen 21:00 Uhr zogen wir uns ins Wohnmobil zurück und dann ins Bett. Da alle Fenster im Schlafbereich geöffnet waren, war die Temperatur gut auszuhalten.

08.08.2020

Gegen 05:30 Uhr wurde ich wach und machte mich fertig. Dann schnappte ich mir die Kamera und machte mich auf den Weg zu den Toiletten.

Es folgt die Vorstellung vom Campingplatz Camping-Park. Und da es in diesem Park so viel zu sehen gibt, wird dieser Punkt ein wenig länger als gewohnt. Schnallt Euch an, Zahnstocher unter die Augenlider geklemmt, los geht die Führung.

Vorstellung vom Camping-Park Lüneburger Heide

Service vor Ort im Camping-Park Lüneburger Heide

Es gibt drei Waschhäuser auf dem Gelände: Das Wohnmobil-Park Nostalgiebad (welches wir nicht vorstellen werden), das Waldbad und das Bauernbad. Die zwei Letztgenannten befinden sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Stellplatz.

Waschhaus Waldbad

Sehen wir uns zunächst das Waschhaus Waldbad näher an.

Über einen schön gestalteten Eingangsbereich gelangt man in sämtliche Bereiche.

In den Herrentoiletten finden sich Pissoire und Toilettenkabinen. Die Toiletten waren relativ sauber. Das Desinfektionsmittel für die Toilettenbrille und Toilettenpapier waren (Gott-sei-Dank) ausreichend vorhanden.

Im Herrenwaschraum gab es drei Waschbecken, eine Waschkabine und drei Duschen. Dies erscheint für einen Campingplatz dieser Größe zunächst ein wenig unterdimensioniert, allerdings gibt es ja noch die Familienbäder, an denen wir weiter unten vorbeikommen.

Es gibt einen Bereich mit Kindersanitär (WaldBad Kinderland). Dort ist auch ein Wickeltisch vorhanden.

Waschmaschinen und Spülküche erreicht man über einen Eingang rechts neben dem Hautpteingang. Der Raum öffnet erst um 08:00 Uhr, daher gibt es kein Foto. Später war dort zu viel Gewusel und ich wollte niemanden mit der Kamera belästigen.

Den Fäkalien-Ausguss erreicht man über einen Nebeneingang an der rechten Gebäudeseite.

Auch an den besten Freund des Menschen, die Katze den Hund, wurde gedacht. Hunde und ihre Halter können sich in der Outdoor-Dusche erfrischen. Die Toilette ist hier aber nicht!

Außerhalb des Gebäudes findet sich außerdem ein Geschirrspülplatz.

Waschhaus Bauernbad

Direkt neben dem Waschhaus Waldbad befindet sich das Waschhaus Bauernbad welches insbesondere eine Küche und die Familienbäder beherbergt.

Auch hier gibt es einen schön gestalteten Eingangsbereich mit Liebe fürs Detail.

Die Küche bietet Kochplatten und Spülbecken.

Die Familienbäder sind toll eingerichtet und für Familien eine echte Alternative. Die Nutzung ist kostenlos.

Müllentsorgung

Am Eingangsbereich des Campingplatzes findet sich die Mülltrennung und das Gasflaschenlager.

Restaurant Vollmers Gasthaus

Das Restaurant Vollmers Gasthaus mit Außenterrasse befindet sich direkt neben dem Badeweiher. Es gibt dort regionale Landhausküche. Abends bis 18:00 Uhr bestellte Brötchen können dort am nächsten Morgen abgeholt werden.

Rezeption mit Minimarkt

In der Rezeption befindet sich auch ein Mini-Markt, wo es neben regionalen Produkten vom Landschlachter und vom Imker auch Eis gibt. Dort seid Ihr auch gut aufgehoben, wenn Ihr Eure Gasflasche tauschen möchtet.

Mitmachaktion “soziales Kunstobjekt”

Eine gute Einleitung zu den Themengärten, die gleich folgen werden, ist ein Projekt, auf welches wir mit der Anmeldebestätigung hingewiesen wurden: Mitmachaktion “soziales Kunstobjekt”. Die Gäste sind aufgerufen, Natursteinpflaster aus ihrer Region mitzubringen. Diese werden später in Erlebnisflächen eingebaut.

Themengärten im Camping-Park Lüneburger Heide

Der Campingplatz ist sehr liebevoll angelegt. Insbesondere sei auf die acht kleinen Themengärten hingewiesen, die sich verteilt auf dem Platz finden.

Klanggarten
Stein- und Sandgarten
Heidegarten
Gräsergarten
Schmetterlingsgarten
Kräuterbeet
Barockgarten
Bauerngarten

Freizeitangebot im Camping-Park Lüneburger Heide

Auch das Freizeitangebot braucht sich nicht verstecken. Wer es geschickt anstellt, bekommt die Kinder den ganzen Tag beschäftigt, ohne auch nur einmal aus dem Liegestuhl aufstehen zu müssen.

Es gibt einen Platz, wo Beachvolleyball gespielt werden kann, …

und eine Kettcar- & BMX-Bahn. Die Kettcars können an der Rezeption kostenpflichtig ausgeliehen werden.

Ebenfalls ausgeliehen werden können Fahrräder am Servicepoint-Fahrrad. Dort gibt es auch einen Werkzeugservice.

Es gibt einen Spielplatz mit Trampolin für ältere und …

einen Spielplatz für kleinere Kinder. Dahinter befindet sich ein Bolzplatz.

Es gibt einen Streichelzoo mit Ziegen, Hühnern, Kaninchen und Meerschweinchen. Das Tierfutter kann in der Rezeption erworben werden.

Das Highlight ist sicherlich der Badeweiher mit Sandstrand, der sich im Zentrum des Campingplatzes befindet. Ihr könnt, wenn Euch der Liegestuhl doch zu langweilig werden sollte, am Sandstrand liegen oder ein kühles Radler Alsterwasser auf der Terrasse mit Weiherblick genießen, während die Kleinen sich im Wasser austoben.

Neben dem Badeweiher gelegen, befinden sich noch Bocciabahn und Tischtennisplatte.

Im Eingangsbereich des Campingplatzes befindet sich das House of Beauty, wo Ihr Euch verwöhnen lassen könnt.

In direkter Nachbarschaft befindet sich die Reitschule Varenhold mit Reithalle, wo individueller Reitunterricht möglich ist. Leider ließ sich so früh am Morgen kein Pferd blicken.

Für den besten Freund des Menschen gibt es einen Hundefreilauf mit Agilityausstattung. Muss sehr unterhaltsam für die Hunde sein, wenn Herrchen durch den Gummireifen krabbelt.

Neben den ganzen hier vorgestellten Freizeitmöglichkeiten, gibt es noch weitere Freizeitangebote für Kinder wie z.B. Streichelzoo-Fütterung (3x wöchentlich), Stockbrot backen am Lagerfeuer (jeden Samstag) und Nachtwanderungen mit dem Heide-Ranger.

Übernachtungsalternativen

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs und mit etwas weniger Komfort zufrieden ist, flexibel bleiben möchte und kein Problem mit einem etwas längeren Weg zu den Toiletten hat, wird im Wohnmobil-Park Lueneburger Heide (Wohnmobil-Hafen) vor der Schranke glücklich werden. Wer weniger spontan ist, kann sich auch einen Platz reservieren.

Für die Wohnmobile gibt es dort eine Ver- und Entsorgung. Schlauerweise steht die Frischwasserversorgung sechs Meter von der Entsorgungsstelle entfernt, so dass die Gefahr, dass jemand mit dem Wasser seinen Fäkalientank reinigt, minimiert wurde.

Es besteht die Möglichkeit, wie auch für die Besucher des Camping-Parks, sich Fahrräder oder ein Auto zu mieten.

Wer kein Wohnmobil oder Wohnwagen hat, kann sich auf dem Campingplatz einen Wohnwagen, einen Bungalow oder ein Chalet mieten.

Und wem das alles zu “normal” ist, der kann im Heuhotel übernachten. Der Name ist Programm. Wie es Besuchern mit Heuschnupfen darin ergeht, kann ich natürlich nicht sagen.

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für diese kleine Führung genommen habt.

Nachdem ich (fast) alle Highlights gefunden und fotografiert hatte, kehrte ich gegen 06:30 Uhr zum Wohnmobil zurück und entwickelte die Fotos.

Gegen 09:00 Uhr stand Caroline auf und wir frühstückten. Es gab Käffchen und im Omnia aufgebackene Brötchen mit Käse.

Die Sonne brannte auf das Wohnmobil und wir flüchteten dahinter in den Schatten, erst ich, später auch Caroline.

Dort schrieb ich ein paar Worte zum Campingplatz in unseren Blog.

Gegen 11:30 Uhr gab es keinen Schatten mehr rund um das Wohnmobil. Wir verkrochen uns in das Innere und jeder hatte seinen Mini-Ventilator vor sich stehen.

Drei Stunden später war wieder etwas Schatten vor dem Wohnmobil, so dass wir uns raus setzten.

Der Tag verlief wenig ereignisreich, aber umso entspannter für uns. Gegen 17:30 Uhr wurden Kochplatte und Pfanne aufgeheizt und die zweite Hälfte Würstchen aus dem Hareico Party Mix gegrillt. Dazu gab es den Rest Kartoffelsalat und etwas Senf.

Nach dem Essen ging es ruhig weiter. Langsam ging die Sonne unter.

Wir räumten Tisch, Stühle und Hocker schon einmal zurück in die Garage und verschwanden im Wohnmobil und dann im Bett. Die Innentemperatur betrug zu dem Zeitpunkt noch 28 °C, wieder waren alle Fenster im Schlafbereich geöffnet.

09.08.2020

Gegen 05:30 Uhr wurde ich wach und machte mich fertig. Ich schnappte mir noch einmal die Kamera und machte ein paar Fotos, da mir beim Schreiben des Blogeintrags vom Campingplatz aufgefallen war, dass ich noch nicht alles fotografiert hatte.

Zurück am Wohnmobil zeigte sich langsam die Sonne am Horizont.

Ich leerte den Fäkalientank und zog mich dann ins Wohnmobil zurück.

360-Grad-Foto

Ich schrieb noch etwas im Blog, bis Caroline gegen 08:30 Uhr aufstand und sich ebenfalls fertig machte. Es gab wieder Käffchen und im Onmia aufgebackene Brötchen mit Käse. Ja, Abwechselung ist uns sehr wichtig.

Die Temperaturen im und außerhalb des Wohnmobils waren inzwischen gestiegen und das Frühstück beendet. Wir räumten alles auf, zusammen und weg. Das Geschirr wurde abgewaschen und der Grauwassertank geleert.

Bei Letzterem kamen, wie am Gardasee, Eimer und Trichter zum Einsatz. Die Entsorgung vom Wohnmobil-Park wollten wir nicht anfahren, da wir vermuteten, dass es dort aufgrund weiterer Abreisenden zu Wartezeiten kommen könnte und wozu hatten wir schließlich eine Entsorgungsmöglichkeit auf unserem Stellplatz?

Und da sah ich es direkt neben unserem Wohnmobil im Gras: lang, gelb-schwarz und haarig…, mit riesen Zähnen…

und es schien mich zu beobachten. Da wir nicht wussten, was es war und was es kann (Springen?), stülpten wir erst einmal die Schutzkappe einer Gasflasche darüber und machten weiter mit der Entleerung des Grauwassertanks.

Da wir immer mal wieder Schilder sahen (allerdings nicht in dieser Gegend), die vorm Eichen-Prozessionsspinner warnten, wuschen wir uns nach getaner Arbeit Arme und Gesicht, um ein etwaiges Risiko zu minimieren.

Zu Hause haben wir dann versucht herauszufinden, was es nun war, was wir da gesehen hatten. Wir vermuten, dass es sich um die Raupe eines Mondvogels handelte. Glück gehabt…

Abreise vom Wohnmobil-Park Lüneburger Heide

Um 10:31 Uhr waren wir abfahrbereit und starteten den Motor. Wir hielten noch einmal kurz bei der Müllentsorgung, um unsere Mülltüten wegzuwerfen, dann ging es über die drei bekannten Kreisverkehre (diesmal jeweils die erste von vier Ausfahrten nehmend) auf die Autobahn A7 Richtung Norden.

Die Rückfahrt verlief viel entspannter, da wir offenbar Glück hatten und vor der Rückreisewelle fuhren. Wir verloren lediglich fünf Minuten durch die neue Baustelle auf der Autobahn A1 in Höhe Ahrensburg und erreichten den Abstellplatz um 11:45 Uhr.

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